Emmanuel Tjeknavorian, Jeremias Fliedl, Maximilian Kromer

  1. 3. Aug 2020

Congress Center Villach
Europaplatz 1
9500 Villach

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War es Heimweh, das Haydn veranlasste in London sein berühmtestes Trio zu schreiben? Während seines zweiten Englandaufenthaltes erschienen zwischen 1794 und 1797 die zwölf Stücke Hob. XV/18 bis 29 in London. Im schwungvollen dritten Satz des sogenannten Zigeunertrios, à l’ongarese überschrieben, lässt Haydn wundervoll zum Tanz aufspielen mit echten Volksliedmotiven, die dem Trio den Namen gaben. Ob es je so kunstvoll auf dem ländlichen Tanzboden zuging, wer weiß.
Auch Johannes Brahms hat sich den musikalischen Dialekt aus einer Distanz angeeignet. Bei ihm, dem zugereisten Hamburger, sind die Volksmusikzitate, Csárdás- oder Ländler- klänge eine Verneigung vor der neuen Wahlheimat Wien. Sein ergreifendes, emotional aufs äußerste verdichtete Trio aus dem Sommer 1886 lässt, wie Brahms Freundin Elisabeth von Herzogenberg schrieb, am Schluß nur einmal Mangel empfinden, weil es da aus ist und man noch mehr davon haben wollte.
Beethoven war im Herzen der Donaumetropole längst angekommen, als er 1811 das B-Dur-Trio op. 97 seinem Schüler Erzherzog Rudolph von Österreich widmete.
Geigenstar Emmanuel Tjeknavorian und sein langjähriger Freund und Klavierpartner Maximilian Kromer haben sich für ihr Ossiacher Konzert mit dem jungen Klagenfurter Cellisten Jeremias Fliedl zum Trio vereint. Fliedl studierte bei Igor Mitrovič, Heinrich Schiff und Clemens Hagen und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Alle drei sind leidenschaftliche Kammermusiker.

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Emmanuel Tjeknavorian, Jeremias Fliedl, Maximilian Kromer